Von Menschen und Bäumen
Es war einmal ein Gärtner. Eines Tages nahm er seine Frau bei der Hand
und sagte: "Komm, Frau, wir wollen einen Baum pflanzen." Die Frau
antwortete: "Wenn du meinst, mein lieber Mann, dann wollen wir einen
Baum pflanzen."
Sie gingen in den Garten und pflanzten einen Baum.
Es dauerte nicht lange, da konnte man das erste Grün zart aus der Erde
sprießen sehen. Der Baum, der eigentlich noch kein richtiger Baum war,
erblickte zum ersten Mal die Sonne. Er fühlte die Wärme ihrer Strahlen
auf seinen Blättchen und streckte sich ihnen hoch entgegen. Er begrüßte
sie auf seine Weise, ließ sich glücklich bescheinen und fand es
wunderschön, auf der Welt zu sein und zu wachsen.
"Schau", sagte der Gärtner zu seiner Frau, "ist er nicht niedlich, unser
Baum?" Und seine Frau antwortete: "Ja, lieber Mann, wie du schon
sagtest: Ein schöner Baum!"
Der Baum begann größer und höher zu wachsen und reckte sich immer weiter
der Sonne entgegen. Er fühlte den Wind und spürte den Regen, genoß die
warme und feste Erde um seine Wurzeln und war glücklich. Und jedesmal,
wenn der Gärtner und seine Frau nach ihm sahen, ihn mit Wasser tränkten
und ihn einen schönen Baum nannten, fühlte er sich wohl. Denn da war
jemand, der ihn mochte, ihn hegte, pflegte und beschützte. Er wurde lieb
gehabt und war nicht allein auf der Welt.
Eines Tages merkte der Baum, daß es besonders schön war, ein wenig nach
links zu wachsen, denn von dort schien die Sonne mehr auf seine Blätter.
Also wuchs er jetzt ein wenig nach links.
"Schau", sagte der Gärtner da zu seiner Frau, "unser Baum wächst schief.
Seit wann dürfen Bäume denn schief wachsen, und dazu noch in unserem
Garten? Ausgerechnet unser Baum! Gott hat die Bäume nicht erschaffen,
damit sie schief wachsen, nicht wahr, Frau?" Seine Frau gab ihm
natürlich recht. "Du bist eine kluge und gottesfürchtige Frau", meinte
daraufhin der Gärtner. "Hol also unsere Schere, denn wir wollen unseren
Baum gerade schneiden."
Der Baum weinte. Die Menschen, die ihn bisher so lieb gepflegt hatten,
denen er vertraute, schnitten ihm die Äste ab, die der Sonne am nächsten
waren. Er konnte nicht sprechen und deshalb nicht fragen. Er konnte
nicht begreifen. Aber sie sagten ja, daß sie ihn lieb hätten und es gut
mit ihm meinten. Und sie sagten, daß ein richtiger Baum gerade wachsen
müsse. Und daß Gott es nicht gern sähe, wenn er schief wachse. Also
mußte es wohl stimmen. Er wuchs nicht mehr der Sonne entgegen.
"Ist er nicht brav, unser Baum?" fragte der Gärtner seine Frau. "Sicher,
lieber Mann", antwortete sie, "du hast wie immer recht. Unser Baum ist
ein braver Baum."
Der Baum begann zu verstehen. Wenn er machte, was ihm Spaß und Freude
bereitete, dann war er anscheinend ein böser Baum. Er war nur lieb und
brav, wenn er tat, was der Gärtner und seine Frau von ihm erwarteten.
Also wuchs er jetzt strebsam in die Höhe und gab acht darauf, nicht mehr
schief zu wachsen.
"Sieh dir das an", sagte der Gärtner eines Tages zu seiner Frau, "unser
Baum wächst unverschämt schnell in die Höhe. Gehört sich das für einen
rechten Baum?" Seine Frau antwortete: "Aber nein, lieber Mann, das
gehört sich natürlich nicht. Gott will, daß Bäume langsam und in Ruhe
wachsen. Und auch unsere Nachbarin meint, daß Bäume bescheiden sein
müßten, ihrer wachse auch schön langsam."
Der Gärtner lobte seine Frau und sagte, daß sie etwas von Bäumen
verstehe. Und dann schickte er sie die Schere holen, um dem Baum die
Äste zu stutzen.
Sehr lange weinte der Baum in dieser Nacht. Warum schnitt man ihm
einfach die Äste ab, die dem Gärtner und seiner Frau nicht gefielen? Und
wer war dieser Gott, der angeblich gegen alles war, was Spaß machte?
"Schau her, Frau", sagte der Gärtner, "wir können stolz sein auf unseren Baum." Und seine Frau gab ihm wie immer recht.
Der Baum wurde trotzig. Nun gut, wenn nicht in die Höhe, dann eben in
die Breite. Sie würden ja schon sehen, womit sie damit kommen.
Schließlich wollte er nur wachsen, Sonne, Wind und Erde fühlen, Freude
haben und Freude bereiten. In seinem Innersten spürte er ganz genau, daß
es richtig war, zu wachsen. Also wuchs er jetzt in die Breite.
"Das ist doch nicht zu fassen!" Der Gärtner holte empört die Schere und
sagte zu seiner Frau: "Stell dir vor, unser Baum wächst einfach in die
Breite. Das könnte ihm so passen. Das scheint ihm ja geradezu Spaß zu
machen. So etwas können wir auf keinen Fall dulden!" Und seine Frau
pflichtete ihm bei: "Das können wir nicht zulassen. Dann müssen wir ihn
eben wieder zurechtstutzen."
Der Baum konnte nicht mehr weinen, er hatte keine Tränen mehr. Er hörte
auf zu wachsen. Ihm machte das Leben keine rechte Freude mehr. Immerhin,
er schien nun dem Gärtner und seiner Frau zu gefallen. Wenn auch alles
keine rechte Freude mehr bereitete, so wurde er wenigstens lieb gehabt.
So dachte der Baum.
Viele Jahre später kam ein kleines Mädchen mit seinem Vater am Baum
vorbei. Er war inzwischen erwachsen geworden, der Gärtner und seine Frau
waren stolz auf ihn. Er war ein rechter und anständiger Baum geworden.
Das kleine Mädchen blieb vor ihm stehen. "Papa, findest du nicht auch,
daß der Baum hier ein wenig traurig aussieht?" fragte es.
"Ich weiß nicht", sagte der Vater. "Als ich so klein war wie du, konnte
ich manchmal auch sehen, ob ein Baum fröhlich oder traurig ist. Aber
heute sehe ich das nicht mehr."
"Der Baum sieht wirklich ganz traurig aus." Das kleine Mädchen sah ihn
mitfühlend an. "Den hat bestimmt niemand richtig lieb. Schau mal, wie
ordentlich der gewachsen ist. Ich glaube, der wollte mal ganz anders
wachsen, durfte aber nicht. Und deshalb ist er jetzt traurig."
"Vielleicht", antwortete der Vater versonnen. "Aber wer kann schon wachsen, wie er will?"
"Warum denn nicht?" fragte das Mädchen. "Wenn jemand den Baum wirklich
lieb hat, kann er ihn auch so wachsen lassen, wie er selber will, oder
nicht? Er tut damit doch niemandem etwas zuleide."
Erstaunt und schließlich erschrocken blickte der Vater sein Kind an.
Dann sagte er: "Weißt du, keiner darf so wachsen, wie er will, weil
sonst die anderen merken würden, daß auch sie nicht so gewachsen sind,
wie sie eigentlich mal wollten."
"Das verstehe ich nicht, Papa!"
"Sicher, Kind, das kannst du noch nicht verstehen. Auch du bist
vielleicht nicht immer so gewachsen, wie du gerne wolltest. Auch du
durftest nicht."
"Aber warum denn nicht, Papa? Du hast mich doch lieb und Mama hat mich auch lieb, nicht wahr?"
Der Vater sah sie eine Weile nachdenklich an. "Ja", sagte er dann, sicher haben wir dich lieb."
Sie gingen langsam weiter und das kleine Mädchen dachte noch lange über
dieses Gespräch und den traurigen Baum nach. Der Baum hatte den beiden
aufmerksam zugehört, und auch er dachte lange nach. Er blickte ihnen
noch hinterher, als er sie eigentlich schon lange nicht mehr sehen
konnte. Dann begriff der Baum. Und er begann hemmungslos zu weinen.
In dieser Nacht war das kleine Mädchen sehr unruhig. Immer wieder dachte
es an den traurigen Baum und schlief schließlich erst ein, als bereits
der Morgen zu dämmern begann.
Natürlich verschlief das Mädchen an diesem Morgen. Als es endlich aufgestanden war, wirkte sein Gesicht blaß und stumpf.
"Hast du etwas schlimmes geträumt", fragte der Vater.
Das Mädchen schwieg, schüttelte dann den Kopf.
Auch die Mutter war besorgt: "Was ist mit dir?"
Und da brach schließlich doch all der Kummer aus dem Mädchen. Von
Träumen überströmt stammelte es: "Der Baum! Er ist so schrecklich
traurig. Darüber bin ich so traurig. Ich kann das alles einfach nicht
verstehen."
Der Vater nahm die Kleine behutsam in die Arme, ließ sie in Ruhe
ausweinen und streichelte sie liebevoll. Dabei wurde ihr Schluchzen nach
und nach leiser und die Traurigkeit verlor sich allmählich. Plötzlich
leuchteten die Augen des Mädchens auf, und ohne daß die Eltern etwas
begriffen, war es aus dem Haus gerannt.
Wenn ich traurig bin und es vergeht, sobald mich jemand streichelt und
in die Arme nimmt, geht es dem Baum vielleicht ähnlich - so dachte das
Mädchen.
Und als es ein wenig atemlos vor dem Baum stand, wußte es auf einmal,
was zu tun war. Scheu blickte die Kleine um sich. Als sie niemand in der
Nähe entdeckte, strich sie zärtlich mit den Händen über die Rinde des
Baumes. Leise flüsterte sie dabei: "Ich mag dich, Baum. Ich halte zu
dir. Gib nicht auf, mein Baum!"
Nach einer Weile rannte sie wieder los, weil sie ja zur Schule mußte. Es
machte ihr nichts aus, daß sie zu spät kam, denn sie hatte ein
Geheimnis und eine Hoffnung.
Der Baum hatte zuerst gar nicht bemerkt, daß ihn jemand berührte. Er
konnte nicht glauben, daß das Streicheln und die Worte ihm galten - und
auf einmal war er ganz verblüfft, und es wurde sehr still in ihm.
Als das Mädchen wieder fort war, wußte er zuerst nicht, ob er lachen
oder weinen sollte. Dann schüttelte er seine Krone leicht im Wind,
vielleicht ein bißchen zu heftig, und sagte zu sich, daß er wohl
geträumt haben müsse. Oder vielleicht doch nicht? In einem kleinen
Winkel seines Baumherzens hoffte er, daß es kein Traum gewesen war.
Auf dem Heimweg von der Schule war das Mädchen nicht allein. Trotzdem
ging es dicht an dem Baum vorbei, streichelte ihn im vorübergehen und
sagte leise: "Ich mag dich, und ich komme bald wieder." Da begann der
Baum zu glauben, daß er nicht träumte, und ein ganz neues, etwas
seltsames Gefühl regte sich in einem kleinen Ast.
Die Mutter wunderte sich, daß ihre Tochter auf einmal so gerne einkaufen
ging. Auf alle Fragen der Eltern lächelte die Kleine nur und behielt
ihr Geheimnis für sich. Immer wieder sprach das Mädchen nun mit dem
Baum, umarmte ihn manchmal, streichelte ihn oft. Er verhielt sich still,
rührte sich nicht. Aber in seinem Inneren begann sich etwas immer
stärker zu regen. Wer ihn genau betrachtete, konnte sehen, daß seine
Rinde ganz langsam eine freundlichere Farbe bekam. Das Mädchen
jedenfalls bemerkte es und freute sich sehr.
Der Gärtner und seine Frau, die den Baum ja vor vielen Jahren gepflanzt
hatten, lebten regelmäßig und ordentlich, aber auch freudlos und stumpf
vor sich hin. Sie wurden älter, zogen sich zurück und waren oft einsam.
Den Baum hatten sie so nach und nach vergessen, ebenso wie sie vergessen
hatten, was Lachen und Freude ist - und Leben.
Eines Tages merkten sie, das manchmal ein kleines Mädchen mit dem Baum
zu reden schien. Zuerst hielten sie es einfach für eine Kinderei, aber
mit der Zeit wurden sie doch etwas neugierig. Schließlich nahmen sie
sich vor, bei Gelegenheit einfach zu fragen, was das denn soll. Und so
geschah es dann auch.
Das Mädchen erschrak, wußte nicht so recht, wie es sich verhalten
sollte. Einfach davonlaufen wollte es nicht, aber erzählen, was wirklich
war - das traute sie sich nicht.
Endlich gab die Kleine sich einen Ruck, dachte: "Warum eigentlich
nicht?" und erzählte die Wahrheit. Der Gärtner und seine Frau mußten ein
wenig lachen, waren aber auf seltsame Weise unsicher, ohne zu wissen,
warum. Ganz schnell gingen sie wieder ins Haus und vergewisserten sich
gegenseitig, daß das kleine Mädchen wohl ein bißchen verrückt sein
müsse.
Aber die Geschichte ließ sie nicht mehr los. Ein paar Tage später waren
sie zufällig in der Nähe des Baumes, als das Mädchen wieder kam.
Diesesmal fragte es die Gärtnersleute, warum sie denn den Baum so
zurechtgestutzt haben. Zuerst waren sie empört, konnten aber nicht
leugnen, daß der Baum in den letzten Wochen ein freundlicheres Aussehen
bekommen hatte. Sie wurden sehr nachdenklich.
Die Frau des Gärtners fragte schließlich: "Meinst du, daß es falsch war, was wir getan haben?"
"Ich weiß nur" antwortete das Mädchen, "daß der Baum traurig ist. Und
ich finde, daß das nicht sein muß. Oder wollt ihr einen traurigen Baum?"
"Nein!" rief der Gärtner. "Natürlich nicht. Doch was bisher gut und
recht war, ist ja wohl auch heute noch richtig, auch für diesen Baum."
Und die Gärtnersfrau fügte hinzu: "Wir haben es doch nur gut gemeint."
"Ja das glaube ich", sagte das Mädchen, "ihr habt es sicher gut gemeint
und dabei den Baum sehr traurig gemacht. schaut ihn doch einmal genau
an!" Und dann ließ sie die beiden alten Leute allein und ging ruhig
davon mit dem sicheren Gefühl, daß nicht nur der Baum Liebe brauchen
würde.
Der Gärtner und seine Frau dachten noch sehr lange über dieses seltsame
Mädchen und das Gespräch nach. Immer wieder blickten sie verstohlen zu
dem Baum, standen oft vor ihm, um ihn genau zu betrachten. Und eines
Tages sahen auch sie, daß der Baum zu oft beschnitten worden war. Sie
hatten zwar nicht den Mut, ihn auch zu streicheln und mit ihm zu reden.
Aber sie beschlossen ihn wachsen zu lassen, wie er es wollte.
Das Mädchen und die beiden alten Leute sprachen oft miteinander - über
dies oder das und manchmal über den Baum. Gemeinsam erlebten sie, wie er
ganz behutsam, zuerst ängstlich und zaghaft, dann ein wenig übermütig
und schließlich kraftvoll zu wachsen begann. Voller Lebensfreude wuchs
er schief nach unten, als wollte er zuerst einmal seine Glieder räkeln
und strecken. Dann wuchs er in die Breite, als wolle er die ganze Welt
in seine Arme schließen, und in die Höhe, um allen zu zeigen, wie er
sich fühlte. Auch wenn der Gärtner und seine Frau es sich selbst nicht
trauten, so sahen sie doch mit stiller Freude, daß das Mädchen den Baum
für alles lobte, was sich an ihm entfalten und wachsen wollte.
Voll Freude beobachtete das Mädchen, daß es dem Gärtner und seiner Frau
beinahe so ähnlich ging wie dem Baum. Sie wirkten lebendiger und jünger,
fanden das Lachen und die Freude wieder und stellten eines Tages fest,
daß sie wohl manches im Leben falsch gemacht hatten. Auch wenn das jetzt
nicht mehr zu ändern wäre, so wollten sie wenigstens den Rest ihres
Lebens anders gestalten. Sie sagten auch, daß sie Gott wohl ein wenig
falsch verstanden hätten, denn Gott sei schließlich kein Gefängnis. So
blühten gemeinsam mit dem Baum zwei alte Menschen zu neuem Leben auf.
Es gab keinen Garten weit und breit, in welchem ein solch schief und
wild und fröhlich gewachsener Baum stand. Oft wurde er jetzt von
Vorübergehenden bewundert, was der Gärtner, seine Frau und das Mädchen
mit stillem, vergnügten Lächeln beobachteten. Am meisten freute sie, daß
der Baum all denen Mut zum Leben machte, die ihn wahrnahmen und
bewunderten.
Diesen Menschen blickte der Baum noch lange nach - oft bis er sie gar
nicht mehr sehen konnte. Und manchmal begann er dann, so daß es sogar
einige Menschen spüren konnten, tief in seinem Herzen glücklich zu
lachen.
Mein Name ist daira, ich lebe mit meiner Herrin Manuela. Ich möchte in diesem Blog meine Gedanken zum Thema Gorean Lifestyle aufschreiben und zu Diskussionen anregen.
Samstag, 5. Oktober 2013
Samstag, 28. September 2013
Bravestarr- Die Legende von New Texas - Kapitel 19 Ein neues Heim
Bravestarr und Tex waren gerade dabei die Möbel von Tex
aus dem Hexagon zu verladen. Molly hatte angeboten die Koffer und alles in
ihrer Kutsche in das neue Haus zu bringen.
„Wie könnte ich den beiden größten Helden des Planeten
diese einfache Bitte abschlagen.“, hatte sie nur gesagt als Bravestarr sie
gefragt hatte. Und auch Handlebar war dabei. Und natürlich ließ es sich die
Richterin des Planeten nicht nehmen ihrer besten Freundin beim Umzug zu helfen.
„Schade das Thirty-Thirty und Fuzz nicht helfen können?“,
meinte Handlebar gerade zu Tex.
„Irgendwer muss sich ja um die Sicherheit von Fort Kerium kümmern wenn der Marshall hier schon beim Umzug hilft.“, grinste Tex den grünen Riesen an.
„Irgendwer muss sich ja um die Sicherheit von Fort Kerium kümmern wenn der Marshall hier schon beim Umzug hilft.“, grinste Tex den grünen Riesen an.
„Ja, dabei ist so ruhig hier seit, der olle
Drachenschädel nicht mehr hier ist.“
„Vermisst Du etwa meine Überfälle, Grosser?“
„Nein, ich stell nur fest wie friedlich das hier geworden
ist. Wenn nicht das BIG Problem wäre.“
„BIG? Ist das Dreckszeug wieder im Umlauf?“
„Mehr denn je, ich hab gestern 4 Gäste wegen Konsums in
meinem Saloon rausgeschmissen!“
„Hm, bin mal gespannt wer das Zeug jetzt verkauft. Die
alte Bande hat Marshall ja eingelocht.“
„Wenn ich den erwische, werde ich ihn ungespitzt in den
Boden rammen!“, Handlebar war regelrecht sauer wenn er an den gestrigen Vorfall
dachte.
„Hey Vorsicht, wir wollen doch den Schrank in einem Stück
nach „Indian Lavender“ bringen!“
Tex musste lachen.
In Indian Lavender
J.B. stand gerade in der nagelneuen Küche und rührte das
Chilli um. Sie hatte sich extra einen Topf von Handlebarr ausgeliehen, denn heute
abend würden neben Molly, Tex und ihr Bravestarr auch noch die gesamte Carrion
Bunch und der Doc nebst Molly zum Essen kommen. Und so wie sie den Doc
verstanden hatte würde er nicht alleine kommen. Er würde SEINE Lehrerin
mitbringen und das beide sich die Zeit nahmen gemeinsam Freunde zu besuchen,
darüber freute sich J.B. besonders.
Als es an der Tür klopfte und Vipra eintrat.
„Hallo J.B. darf ich reinkommen?“
„Hallo J.B. darf ich reinkommen?“
„Klar Vipra, setz Dich doch ich koche gerade das Chilli
für heute.“
„Danke, ich helf Dir lieber im stehen.“
„Oh so schlimm?“
„Du weisst es?“
„Nun ja, Bravestarr kam ziemlich angesäuert hier an und
als ich ihn fragte was los ist hat er mir erzählt, was Du gemacht hast. Und da
wir ja mittlerweile „Leidensgenossinnen“ sind konnte ich mir lebhaft vorstellen
das Tex ganz und gar nicht einverstanden ist mit deinem Benehmen.“
Bei dem Wort Leidensgenossinnen malte J.B. die
obligatorischen Gänsefüsschen in die Luft.
„Ja es hat ihm eindeutig missfallen, und ich werde in
Zukunft den Teufel tun Bravestarr zu hypnotisieren
oder ähnliches. Das tut heute noch so weh ich kann nicht mal sitzen, ohne das
mir die Tränen kommen.“
„Schön, denn beim nächsten Mal wenn ich mitkriege das Du meinen
Bravestarr manipulierst, binde ich dich
an einen Stuhl nachdem Tex dich bestraft hat.“
In J.B. ´s Stimme schwang sehr deutlich die Verärgerung
mit, sie hatte sich über Vipra´s Verhalten geärgert und war auch enttäuscht
gewesen, das Vipra so etwas wagen würde.
„Sorry, J.B. aber ich wollte es unbedingt, hier mit Euch
einziehen. Und ja ich weiss es war falsch was ich getan habe.“
„Gut, dann lassen wir das Thema nun und wenn Du magst
kannst Du schon mal die grosse Tafel decken, damit wir alle heute abend
zusammen essen können.“
J.B. war wieder versöhnlich gestimmt und nahm ihre
Freundin erstmal in den Arm. Sie konnte sich noch zu gut an die letzte Tracht
von Bravestarr erinnern. Sie konnte sich sehr gut vorstellen wie sehr ihre
Freundin gerade litt. Aber sie wusste auch, daß jede Sekunde Schmerz, den Vipra gerade spürte auch verdient war.
Die beiden Frauen deckten die große Tafel ein und
begannen rumzualbern. Es tat beiden wirklich gut eine Freundin gefunden zu
haben. Aber als die beiden dann aber in die Küche gingen und die letzten
Küchengeräte abwuschen, konnte Vipra noch das Blitzen in J.B.´s Augen sehen und
dann war es zu spät. Die Schlangenlady hatte den nassen Waschlappen direkt im
Gesicht.
„Na warte das zahl ich Dir heim und griff nach dem
Küchenhandtuch tunkte das in das Wasser und warf es klitschnass nach J.B. diese
duckte sich und konnte nur noch durch ihre Beine hinweg sehen wie 2 männliche
Jeansbeine die Küche betraten. Sie
schluckte, diese Jeans war indianischer Machart und ist gab nur 2 Männer auf
diesem Planeten die eine solche trugen. Vorsichtig drehte sie sich um und schaute
nach oben und sah einen zornigen Gesichtsausdruck eines jungen New Cheyenne.
Sein offenes schwarzes Haar konnte nicht kaschieren, das seine Wangenmuskeln
arbeiteten. Von einer Sekunde auf die
andere hatte er den knallharten Marschallblick drauf.
„Was soll das hier, ich hab Euch durch das Küchenfenster
beobachtet?“
Seine Stimme war deutlich und laut. Beide Frauen merkten
sofort, das er angefressen war. Nein, er
war stinksauer.
„Vipra herkommen!“
Sofort eilte sie zum Marshall und schluckte, sie kannte
den Ton von Tex und wusste, es war besser den Mann nun nicht zu verärgern.
„Wer von Euch beiden hat mit dem Theater angefangen?“
Bravestarr kannte die Wahrheit, er hatte die beiden
vorher mit seinem Falkenblick beobachtet, bevor er in Richtung Küche gegangen
war.
J.B. schaute auf den Fussboden, sie wollte nichts sagen,
diesen Blick ihres Marshalls kannte sie und fürchtete sie mittlerweile zu sehr.
Aber auch Vipra wollte schweigen. Sie würde ihre Freundin nicht verpfeifen.
Niemals!
(weiter...)
(weiter...)
Mittwoch, 18. September 2013
Handbücher
Hallo Liebe Leser,
heute habe ich mal einen Klassiker ausgegraben, etwas lang verschollenes gefunden, eine Übersetzung des Castle of Realms.
heute habe ich mal einen Klassiker ausgegraben, etwas lang verschollenes gefunden, eine Übersetzung des Castle of Realms.
Handbuch für Besitzer eines Submissiven
Copyright 1998 by Castle Realm
Ich muß mich sicher fühlen. Bevor ich dir meine submissive Natur öffnen kann, muss ich mich sicher fühlen und Grund haben, dir zu vertrauen. Meine Mauern fallen zu lassen und dir die Kontrolle über mich zu übergeben, kann einige Zeit dauern, bevor ich mich sicher genug fühle, um einem von uns zu erlauben, jenseits der ersten Stufen unserer Beziehung zu gehen. Selbst nachdem ich mich in deine Hände gegeben habe, muss ich daran errinnert werden, dass ich sicher bei dir bin. Es kann sein, dass ich die Spannung der Angst und des Unbekannten gerne spüre, aber ich muss wissen, dass ich in deinen Händen sicher bin, egal wie sehr du diese Gefühle während einer Session oder Situation reizt.
Ich muss wissen, dass du mich so akzeptierst, wie ich bin. Ich werde viel für dich sein, während unserer Beziehung wachsen und ich muss wissen, dass du mich während jedes Überganges auf dem Weg als Person akzeptierst. Ich muss wissen, dass du mich als Freund, Liebhaber, Partner und als deine Submissive akzeptierst, aber ebenso als Elternteil, Kind, Angestellter, Bürger oder in anderen Rollen, welche ich während meinen Verpflichtungen innerhalb der Familie und Gesellschaft bekleide.
Ich brauche klar definierte Grenzen. Ich muss genau wissen, was du von mir erwartest und ich muss wissen, dass du meine Grenzen verstehst. In manchen Beziehungen bin ich wie ein Kind, das einen Zaun um sich herum braucht, um zu spielen, so dass ich weiß, wie weit ich gehen und mich innerhalb dieser Grenzen sicher fühlen kann. Ich brauche es, dass du diese Grenzen untermauerst und verstärkst, indem du mich korrigierst, sobald ich versuche, sie ohne deine Erlaubniss zu übertreten.
Ich brauche deine Beständigkeit. Ich muss wissen, dass du das, was du sagst, auch so meinst, und dass sich die heutigen Regeln ebenso auf morgiges Verhalten anwenden lassen. Nichts verwirrt mich mehr als unterschiedliche Signale, die mir erlauben, Regeln zu brechen, die du mir gegeben hast. Von Zeit zu Zeit teste ich dich vielleicht, um zu sehen, ob du in der Lage bist, die Kontrolle über mein Leben zu behalten, indem du mich beständig auf den Weg zurück bringst, den du für mich gewählt hast. Ich tue es nicht, um deine Geduld auf die Probe zu stellen, sondern es ist mein Weg, mich zu vergewissern, ob du meine Schritte aufmerksam beobachtest. Sehr oft tue ich es unbewusst und ich verspreche, dass es nicht geschehen wird, um eine negative Reaktion deinerseits zu provozieren.
Ich muss meine Grenzen erweitern. Ich muss wachsen und brauche Herausforderungen. Werde ich allein gelassen, langweile ich mich oder ich stagniere innerhalb meiner Grenzen, welche ich am Anfang akzeptiert habe. Ich muss angetrieben werden, um über meine Grenzen zu gehen, aber niemals über sie gestoßen werden. Es kann sein, dass ich mich irgendwann einmal einfach hinsetze und mich weigere, mich zu bewegen, weil ich unsicher bin und deine Führung brauche, um Hindernisse zu überwinden. Ich benötige dann deine Stärke und deinen Zuspruch, um sie zu überwinden.
Ich muss von dir unterrichtet werden. Ich muss lernen und du bist mein Lehrer. Mein Geist ist hungrig nach neuen Dingen und das Lernen hilft mir, zu dem zu werden, zu dem ich fähig bin. Das kann bedeuten, dass auch du weitere neue Dinge lernen musst, um mich zu fordern. Zusammen können wir wachsen, gemeinsam können wir unsere Fähigkeiten vervollkommen, die Verschiedenheit von anderen, die wir miteinander teilen, kann tiefer werden.
Ich brauche Ziele. Ein Teil meines Wesen als Submissive ist sehr zielorientiert. Ich brauche sie, um meinen Fortschritt zu messen und ich benötige dich, um sie mir zu geben. Nimm dir Zeit, mir diese Ziele so zu erklären, dass ich sie verstehe und begreifen kann, dass es deine Pläne sind, um mich als deine submissive Partnerin wachsen zu lassen. Ohne deine Richtungsangaben bin ich schnell verloren, also werde ich dich ständig beobachten, um dir zu dienen und um mich, je mehr ich mich weiter entwickele, als Submissive zu verbessern.
Ich muss korrigiert werden. Ich benötige es, von dir berichtigt zu werden, wenn ich Fehler mache. Ohne deine Korrekturen werde ich schnell schlechte Gewohnheiten annehmen, die sehr schwer wieder auszumerzen sind und die uns als Indiviuum sowie auch unserer Beziehung schaden können. Ohne deine Korrekturen werde ich vielleicht niemals wissen, wenn ich einen Fehler gemacht habe. Mir zu erlauben, weiterhin ungeprüft fortzufahren, wird nur dazu führen, dass ich erneute einen Fehler begehe und am Ende scheitern wir beide. Ich bewundere die Festigkeit in deiner Korrektur und fühle mich sicher, wenn ich weiß, dass du keine Angst hast, den Schritt zu gehen, der notwendig ist, um mich auf meine Ziele, die du mir gesetzt hast, hinzuweisen.
Ich brauche dich als Vorbild. Ich sehe zu dir auf und versuche in deine Fußstapfen zu treten. Wenn du versagst und einen falschen Weg einschlägst, werde ich dir auf diesem Weg des Versagens folgen, meist ohne, dass du es bemerkst, bis es dann zu spät ist. Ich lerne schnell anhand des Beispiels, dass du mir gibst und oft basieren meine Reaktionen und Verhaltensweisen auf den Verhaltensweisen und Reaktionen, die ich bei dir in ähnlichen Situationen beobachtet habe. Ich werde mein Verhalten blind nach deinem gestalten, also sei dir bewusst, dass meine Augen dir immer folgen, während du deinen täglichen Herausforderungen begegnest.
Ich brauche deine Zustimmung und Bestätigung. Ich muss wissen, wenn du mit mir oder mit dem was ich getan habe, einverstanden bist. Ich muss wissen, dass ich zu dir gehöre, auch wenn ich meine Ziele nicht erreiche. Ich verwechsele schnell Zustimmung mit Ablehnung, wenn du in dem Augenblick, in dem du über meine Handlungen zwar zufrieden bist, mir aber keine positive Bestätigung gibst. Ich werde ständig nach deiner Zustimmung streben, vor allem wenn ich mir selbst unsicher bin. Ich brauche deine Unterstützung oder Zustimmung in großem Maße, wenn ich bei einer neuen Herausforderung unsicher bin.
Ich muss mich selbst ausdröcken können. Ich habe das Bedürfniss, dir sowohl gute wie auch schlechte Dinge erzühlen zu dürfen. Es kann schwierig für mich sein, die negativen Dinge in Worte zu fassen. Ich fürchte deine Reaktion und ich hasse es, dich zu enttäuschen, ich brauche also ein wenig Zeit und Raum, um all die Dinge zu sagen, welche ich sagen muss. Du kannst mir helfen, indem du mich darin bestätigst, dass dir meine Gefühle wichtig sind, auch dann, wenn es dir kein Vergnügen bereitet, sie zu hören. Es kann Zeiten geben, in denen ich vielleicht böse oder sauer auf dich bin, aber ohne die Freiheit, diese Gefühle dann zu äußern, wird es den Ärger festigen oder zu Missverständnissen führen. Führe mich so, dass ich lernen kann, dir mein Herz zu öffnen, ohne dass ich deines breche.
Ich muss aus meinen Fehlern lernen. Ich brauche es, Dinge zu erleben, die eventuell sogar weh tun, um erfolgreich zu lernen. Ich weiß, deine beschützende Natur wird zögern, mir zu erlauben, mich zu verletzen, aber ich werde aus den Konsequenzen der Dinge, die ich getan habe, lernen und an den Gefühlen, die mit den Fehlern die ich machen werde, einhergehen. Ich brauche deine Fürsorge, sobald ich einmal versagt habe, aber ich werde vielleicht nicht in der Lage sein, meine Enttäuschung über mein Versagen auszudrücken. Erlaube mir meine Gefühle zu sortieren, bevor Du mir die Tränen vom Gesicht wischst.
Du musst mir verzeihen, wenn ich versagt habe. Nichts verletzt mich mehr als zu wissen, dass ich versagt oder dich enttäuscht habe, und ich brauche es, dass du mir verzeihst, sobald ich mich gebessert habe. Es ist sehr hart für mich selbst, mir einen Fehler zu verzeihen, und es kann sein, dass ich deine Hilfe brauche, über die Gewissensbisse, die ich mit mir herum trage, hinweg zu kommen. Es kann sogar sein, dass ich bestraft werden muss, wenn mein Fehler schwerwiegend war, um einen Schluss zu finden und Vergebung zu akzeptieren. Ich verlasse mich auf dich, dass du die Entscheidung für mich triffst, und ich brauche dich, um die Buße zu tun, die für dich akzeptabel ist.
Ich brauche das Gefühl, einen Beitrag zu leisten. Ich habe ein tiefes Bedürfniss zu geben und brauche ein Ventil für diese Bedürfniss. Meine Natur ist zu geben, und du wirst der hauptsächliche Empfänger dafür sein. Erlaube mir, etwas zu unserer Beziehung und unserem gemeinsamen Leben beizutragen. Weniger zu tun wird mich unbefriedigt und unerfüllt zurücklassen, ein Zustand, der für mich schlimmer ist als der Tod. Gib mir ebenso die Möglichkeiten, etwas fpr andere zu tun. Ich brauche vielleicht auch das Gefühl, anderen etwas zu geben, aber du wirst immer das Beste von mir bekommen.
Ich muss Erfolg genießen. Ohne Erfolg zu haben und diesen zu genießen, gebe ich vielleicht meinen Kampf auf, alles für dich zu sein. Erlaube mir das Vergnügen, den Geschmack des Sieges zu kosten, wenn ich ein Hindernis überwinde oder wenn du stolz auf meine Fortschritte bist. Mein Erfolg gehört dir und ich muss die Früchte mir dir teilen können. Ich erwarte nicht von dir, mich für jeden kleinen Sieg in den Himmel zu loben, aber wenn ich bei meinem letzen Versuch über meine Grenzen gelangt bin, verweigere mir bitte nicht das süße Gefühl zu wissen, ich habe das Ziel erreicht, das du mir gesetzt hast.
Ich muss mit dir teilen. Mit dir zu teilen, ist eine zwingendes Bedürfniss und einer der Eckpunkte meiner submissiven Natur. Dies beinhaltet die Gefühle und geistigen Aspekte meiner Person ebenso wie meinen physischen Körper. Es kann für mich sehr schwer sein, dir meine tiefsten Gefühle zu offenbaren, doch genau die sollte ich dir am ehesten mitteilen. Ich brauche es, dass du mich so führst, dass ich mich dir völlig öffnen kann. Ich brauche es aber ebenso, alle Aspkete zu teilen, die dich ausmachen. Vertraue mir, so dass du deine Ängste, Fehler und Unsicherheiten mit mir teilen kannst. Ich werde dich niemals als schwach oder unfähig ansehen, weil du genug Selbstvertrauen besitzt, mir vertrauensvoll einen Teil von dir zu geben.
Ich brauche es, mich in deinem Besitz geliebt zu fühlen, respektiert und beschützt. Egal wie gut ich war oder wie miserabel ich gefehlt habe, ich muss wissen, dass ich dennoch von dir geliebt und beschützt werde. Nichts wird mich stärker davon abhalten, neue Dinge auszuprobieren, als die Angst, deine Liebe und deinen Respekt zu verlieren. Umgekehrt wird mich nichts mehr ermutigen, meine Grenzen so weit zu erweitern wie ich es kann, als zu wissen, du wirst da sein und mich schützen und lieben. Ohne diese Gewissheit kann ich nicht überleben.
Sonntag, 8. September 2013
Gaby wartet im Park - Kapitel 7
Kassandra stand in der oberen Etage und rührte den Mörtel
für die neuen Innenwände an. Sie wollte endlich den neuen Grundriss in die Tat
umsetzen und die Wohnungen oben einrichten, so das endlich Geld durch die
Vermietung reinkam. Doch kaum das sie den Mörtel angerührt hatte klingelte ihr
Telefon.
„Heinze, hier!“
„Ich bin´s
Kassandra.“
„Doc was gibt es,
ist was mit Gaby?“
„Abgesehen davon das ihr Benehmen gerade unterirdisch war
und ich sie am liebsten übers Knie gelegt hätte? Nein. Mit Gaby ist nichts. Ich
wollte Dich nur informieren, das ich ihr Blut abgenommen habe.“
„Wenn…. Wenn Du ….. Du informierst mich doch wenn Du
etwas findest, oder?“
Unsicher stellte
Kassandra die Frage, zu sehr tat ihr Hintern immer noch weh, von seiner
letzten Tracht Prügel.
„Ja, ich informiere Dich.“
Angus McAllister musste grinsen, sie hatte viel von
Archangel gelernt, sehr viel. Und sie passte auf ihre Schützlinge auf. Die beiden unterhielten sich noch eine ganze
Weile, bis Kassandra´s Blick auf den Mörtel fiel.
„Du Doc ich muss Schluss machen, der Mörtel für die
Zwischenwände wird hier gerade hart, und ich hab keinen Bock schon wieder 'nen
Eimer wegzuschmeissen.“
„Kein Thema, ich weiß ja wie es um deine Reserven steht.
Bye Kleine.“
„Bye!“
Kassandra war sauer, ging das schon wieder los,
kontrollierte er sie wieder. Sie waren kein Paar mehr, wie konnte er es wagen
sie wieder zu kontrollieren. Voller Wut
schmiss sie den Mörtel auf die Steine und begann ihre Mauererarbeiten. Die
körperliche Arbeit tat ihr gut. Sie konnte sich auspowern. Und so merkte sie
auch nicht das es immer später wurde. Erst als ihr Handy klingelte und signalisierte
das in einer Dreiviertelstunde die ersten Schüler zum Training kommen würden,
begriff sie das sie sich beeilen musste und ging schnell eine Etage tiefer um
zu duschen und sich frisch zu machen.
Valerie ging die Straßen der Stadt entlang sie fühlte
sich beschissen. Sie begann Frau Moser immer mehr zu mögen diese Frau hatte ihr
eine zweite Chance gegeben. Und dennoch sie hatte dieses USB-Stick auf ihren PC
gespielt. Toll nun begann es auch noch zu regnen. Konnte der Abend noch
schlimmer werden? Tränen begannen ihr herunter zu laufen. Auf einmal hörte sie
eine sonore männliche Stimme mit amerikanischem Akzent über sich.
„Darf ich Ihnen ein Taschentuch reichen?“
„Danke.“
Valerie versuchte zu lächeln. Und sah den Mann dem die
Stimme gehörte genauer an und bekam einen Schreck, Himmel das war der Typ den
sie schon mal gesehen hatte. Kurze schwarze leicht gewellte Haare, braune Augen
und einen unverschämt gut gebauten Körper. Zumindest das was sie durch den
Mantel und die Jeans sehen konnte.
„Ich bin Jack und
Ihr Name ist?“, bei diesen Worten reichte er Valerie das versprochene
Taschentuch.
„Ich heiße Valerie.“
Valerie versuchte zu lächeln.
„Darf ich Sie zu einem Kaffee einladen, Valerie? Hier ist
es doch sehr feucht!“, mit einem lächeln deutete er auf das Kaffee welches nur
ein paar Meter weiter war.
„Ähm, sagten sie einladen?“
„Ja, das sagte ich Valerie.“
„Super, denn ich habe leider meine Geldbörse zu Hause
vergessen.“
Es war Valeries Standardsatz, wenn es darum ging,
irgendwo etwas zu essen oder zu trinken. Ihr Peiniger nahm ihr ja jeden Cent
ab, welcher über der Miete, dem Lebensmittelbedarf und dem Taschengeld von 20,-
€ im Monat lag. Egal wieviel sie arbeitete, egal wieviel Überstunden sie sich
auszahlen ließ. Er entschied, wann sie Geld bekam um sich Kleidung zu kaufen.
Oder so wie in letzter Zeit kaufte er ihr die Kleidung ein. Es war
deprimierend.
Jack schaute Valerie an. Irgendwo hatte er sie schon mal
gesehen, aber er kam einfach nicht drauf. Aber das war auch unwichtig, Valerie
wirkte auf ihn wie ein Engel, und doch so verletzlich. Sie hatte für ihn etwas
was seinen Beschützerinstinkt wach werden ließ. Als die Bedienung kam fragte
Jack sie sofort, wie sie denn ihren Kaffee gerne hätte.
„Bitte mit Milch, Jack.“
Mehr brachte sie nicht hervor, und so bestellte Jack 2
Kaffee mit Milch. Die beiden begannen sich an zusehen, keiner wagte etwas zu
sagen. Bis irgendwann Valerie die Stille durchbrach.
„Ich hoffe sie denken nicht das ich immer weine, wenn es
draußen regnet. Es ist nur so, das Wetter passt gerade zu meiner Stimmung.“
„Wie ist denn ihre Stimmung,Valerie?“
„Niedergeschlagen.
„Warum niedergeschlagen?“
Jack spürte das irgendetwas diese junge Frau belastete
und so nahm er spontan seine Hand und legte sie auf ihre. Dann schaute er ihr
tief in die Augen und meinte.
„Wenn Sie einen Menschen zum zuhören brauchen, oder eine
Schulter zum anlehnen. Ich biete meine dafür gerne an.“
Valerie nickte stumm, sie wusste nicht was sie sagen
sollte. Der Fremde war so nett zu ihr. Er kannte sie ja überhaupt nicht. Wieso
tat er so etwas denn? Und konnte sie ihm wirklich alles erzählen, alle ihre
Sorgen?
„Sagen wir so, ich habe gerade einen Menschen der sehr
verletzt, ein Mensch der mir eine zweite Chance gegeben hat. Und es tut so weh.
Ich hab das Gefühl das es mich innerlich zerreißt.“
„Und wenn Sie mit dieser Person einfach reden, sie um
Verzeihung bitten?“
„Das kann ich nicht, ich hab Angst. Ich habe Angst davor,
was dann passieren wird.“
„Na sie wird sie schon nicht übers Knie legen, oder mit
dem Rohrstock den Hintern verstriemen.“
„Als wenn das meine Sorge wäre.“, rutschte Valerie
heraus. Und im selben Moment lief sie rot an. „Wissen Sie, ich habe vor so
etwas wirklich keine Angst. Nein, das ist nicht wahr, ich habe Angst vor
Schmerzen, so wie jeder andere auch. Aber ich kann mit diesem Schmerz besser
umgehen als mit der Gewissheit einen geliebten Menschen enttäuscht zu haben.
Einen Menschen, der mir mehr bedeutet als ich ist je in Worte fassen könnte.“
Valerie begann zu weinen und schluchzen, sie konnte es
nicht fassen, sie saß hier und erzählte einem Fremden ihre Gefühle und auch
einen Teil ihrer Misere. Was war nur mit ihr los?
Jack winkte den Kellner herbei und bezahlte die 2 Kaffee
und meinte dann zu Valerie.
„Ich bring sie jetzt nach Hause und dann reden wir noch
eine Weile, was halten Sie davon?“
Dankbar schaute sie ihn aus ihren grünen Augen an und
lächelte.
„Sehr gerne Jack.“
22.Uhr Gaby kam gerade bei sich in der Wohnung an und
öffnete den Briefkasten. Verdammt, da war sie die Post vom Stadtamt. Der
Blitzer man hatte sie also doch erwischt. Wütend nahm sie die Post und ging in
ihre Wohnung. Dann legte sie den Brief achtlos auf die Anrichte. Zog sich den
Mantel aus und öffnete den Brief.
„Waaaaaaaaaaaaas die spinnen doch 35,- € Bußgeld?????!!!!!!!!“,
wütend knallte sie den Brief auf die Anrichte zurück. Sie zog sich aus und ging unter die Dusche.
Leider hörte sie unter der Dusche auch nicht, wie es an der Tür klingelte und
das Kassandra sich dann selber aufschloss. Kassandra betrat die Wohnung ihrer
Partnrerin und wollte gerade etwas zur Begrüssung sagen, als ihr das Ticket von
der Stadtverwaltung auffiel. Sie nahm das Ticket und legte es auf den
Küchentisch. In Kassandra stieg Zorn auf. Wie konnte Gaby sich in Gefahr
bringen. Wie konnte sie es wagen, ihr Leben bei einer viel zu schnellen
Autofahrt zu gefährden. Das durfte doch nicht wahr sein.
Eine gefühlte Ewigkeit später kam Gaby aus ihrer heißen
Dusche. Himmel tat das gut. Der Tag war echt bescheiden und nachher würde sie
erstmal Kassandra anrufen und fragen ob sie vorbeikommt.
Im nächsten Moment bekommt sie einen Schreck als sie in
ihrer Küche eine ziemlich angepisste Kassandra Heinze sieht.
„Hallo Liebling, wollte Dich gerade anrufen. Schön das Du
da bist.“
Gaby wolle zu Kassandra stürmen und sie umarmen, Gaby war einfach nur nach Nähe.
Sie brauchte nach dem Tag Zuwendung und Kuscheleinheiten.
„Ja, ich finde es auch schön das ich hier bin. Und noch
schöner finde ich das, das ich SO ETWAS finde!“
Bei den Worten So etwas knallt sie Gaby das Ticket auf
den Tisch und ihre Augen verengen sich zu Schlitzen, ihre Wangenmuskeln
beginnen zu arbeiten. Sie ist auf 180. Gaby merkt das sofort und versucht zu
beschwichtigen.
„Hey, die haben echt 'nen Knall. Ich bin nie im Leben so
schnell gefahren. Und sowieso 35,- € ist echt happig. Die spinnen doch!“
„So Du bist also nicht zu schnell gefahren?“
„Äh, keine Ahnung. Ich hatte es an dem Tag eilig, musste
schnell bei einem Kunden etwas abgeben und danach hatte ich ein Meeting mit dem
Vertriebsdirektor und Doktor McAllister.“
Gaby wird nervös, sie merkt die schlechte Laune von
Kassandra, und meisstens bedeutet die nichts Gutes für sie. Und Gaby hat gerade
überhaupt keinen Nerv auf Streitereien oder gar schlimmeres.
„Hey lass uns das Thema doch einfach abhaken, ok?“
„Ja WIR 2 werden das Thema abhaken. Hör mir zu, die
Strassenverkehrsregeln gibt es nicht ohne Grund.“
„Ja, ja, ja. Und ich soll mich nicht in Gefahr bringen.
Menno, das ganze hatten wir doch schon mal, erinnerst Du dich an unsere Alkoholdiskussion.
Da sagtest Du etwas ähnliches.“
„Ach schön das die Dame sich daran erinnert. Dann wirst
Du mir auch sicher sagen können warum ich Dich damals bestraft hab?“
„Weil Du nicht wolltest das ich wenn ich was getrunken
habe Auto fahre!“
Gaby war sichtlich genervt und zeigte das sehr deutlich.
Und Kassandra ging das unangemessene Verhalten von Gaby tierisch auf den
Zeiger.
„Hör zu Gaby, wir können das gleich auf die harte Tour
erledigen, oder Du beantwortest mir erst mal meine Fragen, damit ich überhaupt
weiß wie ich mit Dir umgehen kann.“
Genervt rollte Gaby mit den Augen. Man so hatte sie sich
den Abend nicht vorgestellt.
„Genau, denn ich möchte nicht das Du Dich in Gefahr
begibst. Und meinst Du wie ungefährlich ist der Strassenverkehr?“
(...weiter)
Sonntag, 1. September 2013
Familie und Vertrauen
Hallo Liebe Leser.
Was seht ihr auf dem Bild?
Ich sehe eine Eisbärmama mit ihrem Kind. Ich sehe 2 Bären die schlafen. Ich sehe ein Raubtier, welches neben dem Menschen nur einen Feind hat. Seine eigene Art. Ich sehe aber auch Zärtlichkeit, Liebe, Vertrauen und ich sehe Geborgenheit. Kurzum, dieses Bild zeigt für mich all die Dinge welche mir im Leben wichtig sind. Meine Familie für die ich kämpfe wie ein Raubtier, Liebe spüren, aber auch Liebe geben. Zärtlichkeit spüren, sie geben. Geborgenheit, spüren und bekommen. Und das was mir zugegebenermassen in letzter Zeit am schwersten gefallen ist. Vertrauen!!!!!!!!
Mir persönlich ist es in letzter Zeit schwer gefallen innerhalb meiner Familie allen zu vertrauen. Ich habe das Vertrauen verloren, ich habe aber auch gelernt das man vertrauen langsam wieder lernen kann, ich habe begonnen zu vertrauen.
Liebe Grüsse
Eure daira{M}
Was seht ihr auf dem Bild?
Ich sehe eine Eisbärmama mit ihrem Kind. Ich sehe 2 Bären die schlafen. Ich sehe ein Raubtier, welches neben dem Menschen nur einen Feind hat. Seine eigene Art. Ich sehe aber auch Zärtlichkeit, Liebe, Vertrauen und ich sehe Geborgenheit. Kurzum, dieses Bild zeigt für mich all die Dinge welche mir im Leben wichtig sind. Meine Familie für die ich kämpfe wie ein Raubtier, Liebe spüren, aber auch Liebe geben. Zärtlichkeit spüren, sie geben. Geborgenheit, spüren und bekommen. Und das was mir zugegebenermassen in letzter Zeit am schwersten gefallen ist. Vertrauen!!!!!!!!
Mir persönlich ist es in letzter Zeit schwer gefallen innerhalb meiner Familie allen zu vertrauen. Ich habe das Vertrauen verloren, ich habe aber auch gelernt das man vertrauen langsam wieder lernen kann, ich habe begonnen zu vertrauen.
Liebe Grüsse
Eure daira{M}
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